Hijab Butch Blues
(Gibt es im Moment leider nicht auf Deutsch). In dieser Memoir erzählt eine queere, muslimische Person von ihrem Leben und der Verbindung von Queerness und Religion. Die Erzählung beginnt in Lamya’s Jugendjahren und zieht sich bis in das Erwachsenenalter. Im Koran findet Lamya einen Zufluchtsort: In den Erzählungen kann sie sich mit ihren eigenen Erfahrungen wiederfinden. Lamya sieht die Queerness im Koran und fragt sich zum Beispiel, ob Allah, der weder männlich noch weiblich ist, vielleicht stattdessen nicht-binär sein könnte. Gleichzeitig ist es nicht einfach den richtigen Platz, die richtige Community, für sich zu finden.
Ein richtig gutes Buch, besonders weil es so realitätsnah und persönlich ist. Die Verbindung von Religion und Queerness hat eine gewisse Poesie: viele Schritte der Selbstfindung und Teile der eigenen queeren Identität setzt Lamya mit Geschichten aus dem Koran in Verbindung. Das Buch zeigt außerdem, dass ein Outing manchmal nicht überall möglich ist und kritisiert dabei den Druck aus der queeren Community. Ich muss es auf jeden Fall noch ein Mal lesen!