So Schön

Beschreibung des Verlags: Tonio und Franz lieben sich, Bruno und Paul lieben sich auch. Die jungen Männer demonstrieren für den Frieden und singen, sie werden politisch aktiv oder nicht, sie gehen was trinken, sie lesen und lümmeln. Ronald M. Schernikau hat in diesem Buch, das er Mitte der 80er-Jahre publizieren wollte und das erst als Einlage in „legende“, veröffentlicht werden konnte, der Schwulenbewegung Westberlins ein Denkmal gesetzt. Und er geht der Frage nach, ob man mehr als einen Menschen lieben kann. „tonio trifft franz. franz geht die treppe hoch, tonio geht sie runter. tonio dreht sich nach franz um, franz lacht und bleibt stehn. tonio traut sich nicht und geht weiter. franz kehrt wieder um. dann rennen tonio und franz über eine straße lachend. es ist ganz hell und sommer, und auf der straße kaufen viele leute ein. es ist eine fußgängerstraße. franz reißt tonio mit mit seinem lachen. eigentlich wollte tonio nämlich stark sein. tonio wollte heute nicht auf die klappe gehn. aber er ging doch und hat auf der treppe dahin franz getroffen.“

Schernikaus "utopischer film" über die Schwulenbew... (von Lasse (keine))

Schernikaus "utopischer film" über die Schwulenbewegung Westberlins ist ein wunderschönes Zeitdokument über das Leben dieses großen, in den Osten ausgewanderten Autors. Ich habe ein Tattoo der Worte "so schön" auf meinem Handgelenk, in Erinnerung an dieses kleine Buch und an Schernikau's Konzept von der Politik von Schönheit. Leider ist das Buch inzwischen vergriffen, aber vielleicht findet sich irgendwo noch eine Second-Hand-Ausgabe.

Empowerment-Level:
Queernes-Level: